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Die Artgemeinschaft - GGG (Hrsg.): Unsere Ordnung

3796 n. St., 48 Seite

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Aus dem Vorwort

In diesem Heft ist unsere Ordnung zusammengestellt. Als ich im Jahre 3780 n. St. die Neuwahl der Leitung durchsetzte, hatte unsere Gemeinschaft nur eine Satzung und eine Gemeinschaftsratsordnung - damals noch "Innere Anweisung für den Gemeinschaftsrat" genannt. Die damaligen Fassungen sind inHeft 9 unserer Schriftereihe (Dr. Kusserow: Vermächtnis) abgedruckt. Die Satzung hatte sich dadruch, daß sie auf nur eine Person zugeschnitten war, als unzweckmäßig erwiesen; ich entwarf deshalb eine Fassung, die 5 Leitungsmitglieder vorsah, von denen jeweils 2 zusammenwirken mußten, um Selbstherrlichkeiten vorzubeugen. Ferner wurde ein Schiedsgericht vorgesehen. Anschließend legte ich einen von der Mitgliederversammlung für gutgeheißenen neuen Entwurf für eine Gemeinschaftsratsordnung vor; die Abänderungen seht Ihr bei einem Vergleich der früheren und der heutigen Fassung.

Im Laufe der Jahre wurde die Satzung geändert und erweitert, teilweise aus Gründen der Körperschaftssteuer (das Artbekenntnis mußte wortwörtlich in der Satzung aufgeführt, Zweck und Ziel genau beschrieben werden), teilweise wegen des Wachsens unserer Gemeinschaft. Die Bildung von Gefährtschaften und Freundeskreisen führte zu entsprechenden Abschnitten in der Satzung und zu Ordnungen, wobei das Thing meine Entwürfe ganz oder weitgehend übernahm.

Ebenso wurde meiner Auffassung zugestimmt, einen Familienlasteausgleich innerhalb der Artgemeinschaft durchzuführen, was durch Gründung des Familienwerkes und der dortigen Beitragsregelung geschehen ist. Die Thingordnung hat sich bei manchen heißen Erörterungen bewährt. Mit der Schiedsordnung haben wir eine Regelung bekommen, die in Gestaltung und Ausführung nur bei den großen Kirchen Vergleichbares findet, und in Manchem noch über das hinausgeht, was dort geregelt ist. Mit der Gildeordnung haben wir ferner die Weichen auch für ein weiteres Wachsen unserer Gemeinschaft und die dann erforderliche Zusammenarbeit benachbarter Gefährtschaften und Freundeskreise gestellt.

Von manchen Mitgliedern ist mir gegenüber, als ich die Ordnungen vorlegte, der Einwand erhoben worden: Sind denn so viele Regelungen notwendig? Wir wollen doch ein Gemeinschaft sein, und da können wir doch ohne all das auskommen!
Letzteres ist nur bei ganz kleinen Gemeinschaften, wo jeder jeden sehr gut kennt, richtig. Je größer eine Gemeinschaft wird - und wir wollen ja, daß die Artgemeinschaft - Germanische Glaubens-Gemeinschaft weiter wächst! -, desto notwendiger sind aber Regelungen, weil ein enges persönliches Kennenlernen nicht mehr erfolgt. Mein Beruf hat mir gezeigt, daß eine Sache umso besser geregelt ist, je genauer sie geregelt ist; dann gibt es nämlich den wenigsten Streit. Wenn zuviele Fragen so oder anders ausgelegt werden können, fühlt sich bei unterschiedlichen Auffassungen von Gefährten einer benachteiligt. Gerade bei nordischen Menschen, die ihren "eigenen Kopf" haben und haben sollen, sind abweichende Meinungen gar nicht so selten, und es müssen deshalb Bestimmungen gefunden werden, wie auf dem Thing oder vor dem Schiedsgericht Auseinandersetzungen in geregelten Bahnen verlaufen können.

Das ist die Voraussetzung dafür, daß trotz unterschiedlicher Standpunkte die Gemeinschaft durch abweichende Auffassungen nicht gesprengt wird, sondern bewahrt bleibt.

Nach meiner Vorstellung ist nunmehr das an Satzungen und Ordnungen geschaffen, was wir für den weiteren Aufbau unserer Gemeinschaft benötigen, Es wird sicherlich im Laufe der Jahre die eine oder andere Ergänzung erfolgen, wie sich dies aus dem Leben einer lebendigen Gemeinschaft ergibt. Unsere grundsätzliche Ordnung liegt nunmehr aber fest. Deswegen ist jetzt die Zeit, sie gedruckt vorzulegen, damit jeder Gefährte seine Rechte und Pflichten kennt. Dies ist insbesondere für die Gefährten wichtig, die neu hinzugestoßen sind, mithin die früheren Mitteilungen der Leitung mit den Satzungen und Ordnungen nicht erhalten haben.
Das große Werk zur Erneuerung der Artgemeinschaft, das auf dem religiösen Gebiet durch Neugestaltung des Artbekenntnisses und Verabschiedung des Sittengesetzes unserer Art erfolgte, ist nunmehr auch hinsichtlich unserer verfaßten Ordnung vollendet. Wir können - und sollten! - jetzt daran gehen, verstärkt nach außen zu wirken.

Hamburg, den 30.01.3796 n. St.

Jürgen Rieger

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