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Meiser, Hans: Ausgelöscht!

Der Untergang der Deutschen in Südostmitteleuropa

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Mehr als 70 Jahre nach dem Menschheitsverbrechen der Vertreibung der Deutschen aus Ostdeutschland und Südostmitteleuropa ist diese Untat immer noch nicht gesühnt, geschweige denn von den Tätern verarbeitet worden. Es wurde der Mantel des Schweigens über diese Vorgänge weltweit ausgebreitet, die vor den Augen der Alliierten in den Jahren 1945 bis 1948 vollzogen wurden. Und die dadurch bedingte Fälschung der Geschichte geschah, obwohl es sich bei diesem Verbrechen um die größte Vertreibungsaktion der Weltgeschichte handelte, bei der mehr als 15 Millionen Deutsche aus ihrer Jahrhunderte lang bewohnten Heimat vertrieben wurden, wobei über 2,5 Millionen von ihnen auf meist gräßliche Weise ums Leben kamen. Es wurden zwar in den frühen Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland von der Regierung Dokumentationen über dieses Geschehen bei Wissenshaftlern in Auftrag gegeben. Doch kamen diese meist nicht an eine größere Öffentlichkeit, wurden zum Teil sogar durch amtliche Verordnungen längere Zeit geheimgehalten, um die von der Bundesregierung ab Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erstrebte Politik der Versöhnung mit unseren östlichen Nachbarstaaten nicht zu gefährden.  

Obwohl in vielen Fällen die Namen der Täter feststanden und bekannt waren, wurden diese nie zur Rechenschaft gezogen. Die Massenmörder wurden rückwirkend durch besondere Gesetze amnestiert. Die für die Ermordungen Hunderttausender deutscher Zivilisten und Kriegsgefangenen Verantwortlichen wurden sogar teilweise anschließend von deutschen Politikern öffentlich geehrt. Ein Beispiel bildet Tito, der jugoslawische Staatschef, der für die Enteignungen und Liquidierungen der Deutschen im Donauraum verantwortlich war. So gaben sich Bundespräsident und Bundeskanzler dazu her, an Titos Beerdigungsfeierlichkeiten teilzunehmen und den für die Ermordung von 200000 Donauschwaben verantwortlichen Partisanenführer zu ehren.
 
Das vorliegende Buch beruht auf dem Manuskript, das unser Autor Dr. Hans Meiser zwei Wochen vor seinem Tod abgeschlossen hat. Es dokumentiert das ganze Leiden der Donauschwaben am Ende von dem und nach dem Zweiten Weltkrieg. Es bringt die Vorgeschichte der Vertreibung und entlarvt das Märchen, daß die Vertreibungen eine Rache für die deutsche Besatzungszeit gewesen seien. Sie wurden vielmehr schon vor dem Ersten Weltkrieg geplant, die ersten Forderungen der Tschechen rühren bereits von der Mitte des 19. Jahrhunderts her. 
 
Nach dieser Richtigstellung zur Vorgeschichte der Vertreibungen im ersten und zweiten Teil des Buches wird im zentralen dritten Teil das Morden in den ersten Nachkriegsjahren in Tito-Jugoslawien im einzelnen beschrieben und durch zahlreiche Zeugenaussagen bestätigt.  Die vielen Vernichtungslager und ihre Methoden werden in erschütternden Darstellungen beschrieben und zahlenmäßig belegt. Die Bundesregierung vergräbt diese Tatsachen jedoch, um die ersehnte Freundschaft mit den Nachbarn nicht zu gefährden.
 
Der vierte Teil bringt das entsprechende Geschehen in Ungarn und Rumänien. Rund die Hälfte der ungefähr 400000 Ungarndeutschen war bis zum Ende der Maßnahmen vertrieben worden. In Rumänien traf besonders die Siebenbürger Sachsen das harte Schicksal der Enteignung und der Deportation als Arbeitssklaven in die Sowjetunion. Im Anhang ist unter anderen Dokumenten das Gutachten des Würzburger Völkerrechtlers Professor Dr. Dieter Blumenwitz über die Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien 1944–1948 wiedergegeben.
 
17 x 24 cm
368 Seiten
Leinen, Lexikonformat
Abbildungen

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